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Forschungsinteressen : Tibetische Zeitungen und Zeitschriften
Jan 7th, 2010 by fxe

Die ersten Zeitschriften und Zeitungen Tibets wurden nicht in Tibet selbst und nicht von Tibetern herausgegeben. Die erste Zeitung ist die “la dwags ak bar” von Francke begründet und die zweite wohl die vom sog bod las khungs herausgegebene “bod kyi phal skad tshags par”. Der berühmte “me long” erschien in Nordindien. Die Geschichte der Zeitungen in Tibet ist somit recht aufschlussreich über die Beziehungen Tibets zu den Nachbarn.

Die Herrnhuter Brüdergemeine in Tibet
Jan 7th, 2010 by fxe

Die Tibetologie und die Herrnhuter Brüdergemeine (Unitas Fratrum) haben eine lange gemeinsame Geschichte. Nicht nur haben die Brüder in vom tibetischen Buddhismus geprägten Regionen wie Ladakh missioniert, sie haben auch mit den Werken Jäschkes und Franckes wesentliches zur Tibetologie beigetragen.

Die Präsenz der Unitätsbrüder im tibetischen Kulturraum über lange Jahre ist gut dokumentiert. Aus diesen Dokumenten wird eutlich, dass gerade das miteinadner zweier Kulturen nicht einfach für die Beteiligten war. Zusammen mit Stephanie Roemer bin ich in Archiven und vor Ort in Ladakh diesen Fragen nachgegangen. Erste Ergebnisse sind in “’Die Waffen des Feindes gleichsam gegen ihn selbst richten’ in: Zentral Asiatische Studien (ZAS)36. Bonn 2007 veröffentlicht worden.

Zeitgenössische Tibetische Literatur (gsar rtsom)
Jan 7th, 2010 by fxe

Seit etwa 1999 beschäftigt mich dieses Thema, das in der Tibetologie nur wenig untersucht worden war.

Der Deutsche Akademische Austausch Dienst finanzierten eine Forschungsaufenthalt in Zentral- und Ost-Tibet von September 2003 bis Mitte 2005, der es mir ermöglichte umfangreiches Material zu sammeln. Teile dieses Materials sind in den TBN Datenbanken der frei zugänglich.

Inzwischen sind eine Reihe von Publikationen zum Thema entstanden, jedoch ist das Thema zeitgenössische Literatur bei weitem noch nicht erschöpfend bearbeitet.

Die sich gerade im Entstehen befindene Literatur Tibets eröffnet neue Perspektiven auf eine Kultur und Gesellschaft, die in ihrer Wahrnehmung von Stereotypen und Vorurteilen getrübt ist.

Meine Dissertation wird die komplexe Beziehung zwischen Literatur und Gesellschaft in en Mittelpunkt stellen. Anhand von exemplarischen Werken werden Standpunkte, Streitfragen und Äußerungen tibetischer Identität dargestellt.

Neben theoretischen Überlegungen will ich die tibetische Literatur einem breiten Publikum zugänglich machen. Ein Band mit Übersetzungen ist in Planung.

Curriculum Vitae
Jan 6th, 2010 by fxe

Name: Franz Xaver Erhard
Geboren: 26. Mai 1973 in München
verheiratet
Wohnort: Berlin und Lhasa
Fremdsprachen: Englisch, Tibetisch
Grundkenntnisse in: Latein, Mongolisch, Russisch, Chinesisch

Ausbildung:

01.10.2003-30.03.2005 DAAD-Stipendiat an der Tibet University Lhasa.
01.08.2001 M. A. in Neuerer Deutscher Literatur und Tibetologie von der Freien Universität, Berlin
01.03.1999 – 01.03.2000 Studium der tibetischen Sprache an der Tibet University, Lhasa.
01.10.1996 – 01.08.2001 Neuere Deutsche Literatur an der Freien Universität und Zentralasien-Studien/Tibetologie an der Humboldt-Universität Berlin
01.04.1993 – 30.09.1996 Literaturwissenschaft und Philosophie an der Technischen Universität Dresden

Arbeit:

15.12.2005 Gründung der Erhard & Holler GbR in Berlin.
01.10.2002-30.09.2003 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentralasien-Institut/Tibetologie, Humboldt-Universität, Berlin.
01.06.-30.09.2002 Praktikum bei Tibet Initiative Deutschland e.V.
2001-2003 Lehraufträge am Institut für Zentralasien-Wissenschaften/Tibetologie der Universität Leipzig.
2001 - Reiseleiter für Hauser Exkursionen Intl., München, mit dem Spezialgebiet tibetischer Regionen in China, Indien und Nepal.

Sonstiges:

2001 Gründungsmitglied von Central Asia on Screen and Stage e.V., einem Verein zur Förderung zentralasiatischer Kultur in Deutschland
2000 Soziale und politische Arbeit mit Jugendlichen in Brandenburg (LänJA e.V)
1999 Unterstützung der deutschen protestantischen Minderheit in Rumänien
1994-1996 Mitherausgeber des Dresdener Stadtmagazins “alltag”
„Die Kanonen des Feindes … “
Apr 27th, 2009 by fxe

Der Aufsatz Stephanie Römer & Franz Xaver Erhard. (2007). “‘Die Kanonen des Feindes gleichsam auf ihn selber richten.’ Interkulturelle Auseinandersetzungen der Herrnhuter Brüderunität im Westhimalaja.” ist ursprünglich mit Abbildungen in den  Zentralasiatische Studien (ZAS)(36), Seite 237-262. erschienen.

„Die Kanonen des Feindes gleichsam auf ihn selber richten.“ Interkulturelle Auseinandersetzungen der Herrnhuter Brüderunität im Westhimalaja

von Stephanie Römer und Franz Xaver Erhard (Berlin)

„Wir woll’n uns gerne wagen
In unsern Tagen
Der Ruhe abzusagen,
Die’s Tun vergisst.
Wir woll’n nach Arbeit fragen,
Wo welche ist;
Nicht an dem Amt verzagen,
Uns fröhlich plagen
Und unsre Steine tragen
Aufs Baugerüst.“

(Jäschkes Gesang zur Begrüßung von Pagell und Heyde in Kyelang)1

Im 19. Jahrhundert waren es oftmals Missionare, die die Wissenschaft um bedeutende Beiträge bereicherten. Das Fach der Tibetologie profitierte von einer ganzen Reihe von Wissenschaftler-Missionaren der Herrnhuter Brüderunität. Die berühmtesten Namen, um nur einige zu nennen, sind August Heinrich Jäschke (1817-1883), August Wilhelm Heyde (1825-1907), August Hermann Francke (1870-1930) und der Herrnhuter Missionsarzt Karl Rudolf Marx (1857-1891). Durch die Missionsarbeit im Westhimalaja trafen die Europäer auf ihnen bis dahin weitgehend unbekannte kulturelle und religiöse Praktiken. In diesem Aufsatz soll der interkulturelle Austausch zwischen den Unitätsbrüdern und der lokalen Bevölkerung thematisiert werden, wobei folgende Fragen im Mittelpunkt stehen: Wie wurden die Besonderheiten der lokalen Religions- und Kulturpraktiken in die Missionsarbeit der Brüderunität einbezogen? Und wie reagierte die Bevölkerung auf die kulturelle Annäherung der Missionare? Read the rest of this entry »

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